Im September 2026 lagen die Verbraucherpreise in Deutschland um 3,3 % höher als im Vorjahresmonat und um 0,6 % über dem Stand von August. Diese Zahlen veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) und führte den Anstieg der Jahresteuerung vor allem auf die Entwicklung der Energiepreise zurück.
- +3,3 %: Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber September 2025; +0,6 %: Veränderung gegenüber August 2026.
- Energie verteuerte sich im Jahresvergleich insgesamt um 14,9 %; die Preise für Strom und Gas ohne Betriebskosten lagen dagegen unter Vorjahresniveau.
- Der Gesamtindex spiegelt einen durchschnittlichen Warenkorb wider. Für individuelle Berechnungen stellt Destatis einen Rechner nach Ausgabenkategorien bereit.
Was der Gesamtindikator aussagt
Destatis ermittelt die jährliche Inflationsrate als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Der Septemberwert von 3,3 % bezieht sich somit auf September 2025. Der Wert von 0,6 % misst die Veränderung gegenüber August 2026. Im Juli hatte die Jahresteuerungsrate 2,8 % betragen, im August 2,9 %.
Der Index fasst Preise für Waren und Dienstleistungen in einem repräsentativen Warenkorb zusammen und gewichtet Ausgabengruppen unterschiedlich. Der Gesamtwert bedeutet daher nicht, dass jeder Einzelpreis oder die Ausgaben jedes Haushalts um exakt 3,3 % gestiegen sind.
Energie treibt die Jahresteuerung
Nach Angaben von Destatis lagen die Energiepreise um 14,9 % über dem Niveau von September 2025; die Behörde bezeichnete deren Verlauf als maßgeblichen Grund für den Anstieg der Inflationsrate. Besonders stark verteuerten sich Kraftstoffe (+37,1 %) und leichtes Heizöl (+74,9 %). Strom verbilligte sich hingegen um 5,5 % und Erdgas ohne Nebenkosten um 2,8 % im Jahresvergleich.
Das Bundesamt teilte zudem mit, dass der seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen im Iran beobachtete Rohölpreisanstieg auf die Erzeuger- und Verbraucherpreise durchgeschlagen habe. Der Bericht enthält jedoch keine isolierte Quantifizierung des Beitrags dieser Entwicklung zu den gesamten 3,3 %.
Unterschiedliche Preisentwicklung nach Kategorien
Nahrungsmittel verteuerten sich im Vorjahresvergleich um 0,4 %, Dienstleistungen um 2,7 %. Innerhalb der Teilbereiche zeigten sich deutliche Unterschiede: So stiegen die Preise für Eier um 15,2 %, während Butter um 29,5 % günstiger wurde. Die Kerninflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie bezifferte Destatis auf 2,4 %.
Da der Durchschnittsindex kein individuelles Konsumverhalten abbildet, bietet Destatis einen persönlichen Inflationsrechner an, mit dem eigene monatliche Ausgaben erfasst werden können. Die Mitteilung verweist zudem auf die Gewichtungstabellen des Warenkorbs und die Zeitreihen in der GENESIS-Online-Datenbank.